Unternehmen im Wandel

Grafik: randstad/txn

txn. Weniger als die Hälfte der Handelsunternehmen beurteilt die Digitalisierung positiv – viele befürchten, dass der Faktor Mensch an Bedeutung verliert. Andere Branchen stehen der Entwicklung digitaler Geschäftsprozesse deutlich aufgeschlossener gegen Grafik: randstad/txn

txn. Je nach Branche beurteilen Unternehmen die Digitalisierung sehr unterschiedlich. Während Banken und IT-Firmen vor allem positive Aspekte wahrnehmen, existieren im Handel Ängste vor dem Wegfall des Faktors Mensch. Das zeigen die Ergebnisse der internationalen Studie „Talent Trends“ von Randstad. Nur 43% der Befragten in Handelsunternehmen sehen mehr positive als negative Aspekte in der Digitalisierung. Mit sogenannten „smarten Technologien“, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, verbinden sie mehrere Hauptsorgen:

  • 71% befürchten den Wegfall des wichtigen menschlichen Faktors.
  • 68% haben Angst davor, dass Arbeitsplätze wegfallen oder ausgelagert werden.
  • 43% sehen es als Risisko an, dass sich Unternehmen zu sehr auf Technologie verlassen.
  • 43% befürchten, qualifizierte Fachkräfte zu verlieren.

„Die Studie zeigt, dass die Digitalisierung des Arbeitsmarktes in einigen Branchen mehr Bedenken hervorruft als in anderen“, erklärt Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. „Der Handel setzt in besonderer Weise auf menschliche Nähe, Erfahrung und Innovationskraft. Wenn Unternehmen diese Qualitäten wegen Künstlicher Intelligenz oder Automatisierung vernachlässigen sollten, werden gut ausgebildete Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche abwandern.“ In der produzierenden Industrie, dem Finanzsektor und der IT-Branche beurteilen die Teilnehmer der Studie die Effekte der Digitalisierung hingegen grundsätzlich positiver. 64% von ihnen geben an, dass smarte Technologien einen positiven Effekt auf ihre Geschäftstätigkeit haben. Auch für die Arbeitnehmer selbst ergeben sich in diesen Branchen positive Effekte: Wissensarbeiter werden durch die Digitalisierung für komplexere Tätigkeiten frei werden und neue Möglichkeiten für Talente entstehen, so die mehrheitliche Meinung von 800 Personalverantwortlichen weltweit.